Über uns

Der Bendestorfer Reitverein Kleckerwald e.V. gehört zu den ältesten Reitvereinen im Landkreis und ist mit 40 Jahren ein Reitverein mit Geschichte.

 

Wir sind eine fröhliche Gemeinschaft, die Ihre Aufgaben mit dem nötigen Ernst durchführt und dennoch viel Spaß dabei hat. Tradition und Moderne stehen bei uns im Einklang - wir freuen uns über Interesse aus jeder Generation.

 

Ob jung, ob alt, ob klein ob groß - lerne uns kennen, knüpfe Bekanntschaften und fülle Deine Freizeit mit Freude.

 

Du bist stets herzlich willkommen!

Chronik

1972

So hat alles angefangen: 1972 gab es in Bendestorf zwei Reitvereine und auf dem Gebiet der Samtgemeinde drei: den einige Jahre zuvor gegründeten, heute längst nicht mehr existierenden
„Reit- und Fahrverein Bendestorf", den neu gegründeten „Reit- und Fahrverein Kleckerwald" (RFVK), 1983 in „Bendestorfer Reitverein Kleckerwald" (BRVK) umbenannt und den
traditionsreichen Reit- und Fahrverein Nordheide in Jesteburg. Die Bendestorfer Gründungen waren gewiss nicht unproblematisch und wohl nur aus der subjektiven Interessenlage ihrer Gründungsväter, zweier sonst um den Reitsport hochverdienter Männer, zu verstehen. Denn im
objektiven Interesse pferdesportlicher Verbandspolitik konnte es nicht liegen, dass sich in jedem Dorf ein oder gar zwei Reitvereine bildeten. Jedoch im Falle des Bendestorfer Reitvereins hat die
spätere Entwicklung, wie seine Chronik zeigt, die Gründung nachträglich auf das Trefflichste gerechtfertigt.

 

1973

Die dürftige Aktenlage ergibt als nennenswerteste Information folgende Notiz aus dem Protokoll der Vorstandssitzung vom 09. November 1973:

„Der Verein beabsichtigt, sein Domizil von Bendestorf nach Harmstorf in der Samtgemeinde Jesteburg zu verlegen. Das Vereinsmitglied, Herr Heinrich Blohme, als Landwirt und Besitzer von Grundstücken will eine Reitanlage erstellen und an den Verein verpachten. Dies wird notwendig, da der Verpächter der Reithalle an der Harburger Straße 1 in Bendestorf nicht bereit ist, den ablaufenden Pachtvertrag mit der Happy Horse GmbH zu erneuern.“

Aus dem Umzugsplan ist bekanntlich nichts geworden.

 

1974

Nachdem der Gründungsvater und 1. Vorsitzende des RFVK, Wilhelm Harms, mit seinem gewerblichen Reitbetrieb nach Appelbüttel umgezogen ist, kommt es auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 19. August zu einer Kampfabstimmung über den künftigen Sitz des
Vereins. In geheimer Wahl stimmen von den 84 anwesenden Stimmberechtigten 55 für Bendestorf und 24 für Appelbüttel (bei 3 Enthaltungen und 2 ungültigen Stimmen). Auf derselben Versammlung wird die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von monatlich 8 auf 10 Mark für Erwachsene und von 4 auf 5 Mark für Jugendliche beschlossen. Als Eigentum des Vereins sind im Protokoll aufgeführt: „1 Standarte, 1 LKW, 2 Reitsättel ohne Zubehör, 1 Trense, 1 weißes Reithalfter, 2 Voltigiergurte.“

 

1975

Zum ersten Ehrenmitglied des Vereins wird am 18. Februar Paul Klenner ernannt. Nach dem auf den Umzug des Ausbildungsbetriebs zurückzuführenden erheblichen Mitgliederrückgang des Jahres 1974 steigt die Mitgliederzahl – eine wohl einzigartige Steigerungsrate – von 133 auf 190 (61 Erwachsene, 129 Jugendliche) Vereinsangehörige. Als Nachfolger für die erste Ausbilderin, Silke Schlüschen, wird Ulrich Schultz gewonnen, der sich über viele Jahre als Reitlehrer um den Verein verdient macht. Als erstes vereinseigenes Schulpferd wird der legendäre „Givond“ gekauft. Auf der Mitgliederversammlung am 9. April wird der noch legendärere, spätere langjährige Sportwart Dietrich Schaade einstimmig zum Jugendwart gewählt.

 

1976

Der Verein besitzt jetzt vier Schulpferde, darunter die Schimmelstute „Taiga“, die über 15 Jahre lang als Reit- wie Kutschpferd einsatzfähig geblieben ist und von Paul Klenner ihr verdientes
Gnadenbrot erhalten hat. Im Protokoll der Jahreshauptversammlung heißt es: „Hinsichtlich der
sportlichen Erfolge gab es leider keine nennenswerten Ergebnisse, und wir hoffen, dass sich dies im Jahre 1977 ändern wird." Zum ersten Mal wird eine Mannschaft zum (damals noch jährlich
stattfindenden) angesehenen Kreisstandarten-Wettkampf in der Vielseitigkeit nach Schätzendorf entsandt.

 

1977

Elisabeth Mölck wird ohne Gegenstimme zur Schriftführerin gewählt, in ein Vorstandsamt, das sie 15 Jahre lang ausübt, wofür ihr der Verein 1992 mit der Ehrenmitgliedschaft dankt. Das
Pfingstturnier ist (laut Protokoll der Mitgliederversammlung 1978) „ein erfolgreiches Turnier und hat überwiegend ein positives Echo gefunden“. Der Vorstand bedankt sich „bei allen aktiven und
mithelfenden Mitgliedern für die erstklassige Ausrichtung“. Der Verein besitzt 8 Schulpferde.

Rudolf J. Langtim, krankheitshalber zurückgetretener 1. Vorsitzender, wird einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

 

1978

Das Pfingstturnier ist „wieder ein voller Erfolg und hat unserem Verein in Reiterkreisen einen guten Ruf und Namen verschafft“, bilanziert stolz der Vorstandsbericht. Die Reithalle wird vom Eigentümer um eine Stallgasse und eine Tribüne samt Casino erweitert; eine Flutlichtanlage ermöglicht die abendliche Nutzung des Außenplatzes.

 

1979

„Damit anfallende Gemeinschaftsarbeiten nicht wie in der Vergangenheit stets von denselben Personen verrichtet werden,“ beschließt die Mitgliederversammlung für alle aktiven Reiter fünf Pflichtstunden. „Für nicht geleistete Stunden muss ein Betrag von DM 10,- pro
Stunde entrichtet werden.“ Der Kreismeisterschaft in der Jugend-Mannschafts-Dressur wird errungen von Stephanie Bull, Susanne Heitmann, Gaby Opitz, Sabine Schaade und 1980 erfolgreich verteidigt. Die Senioren-Mannschaft (Dietlinde Heitmann, Horst Krause, Dietrich
Schaade, Erne Schaper) gewinnt die Bronzemedaille. Im November werden Dietlinde Heitmann, Manfred Mölck, Dietrich Schaade und Edzard Schaper Pokalsieger beim Mannschafts-Dressur-Wettkampf in Meinshof-Appelbüttel.

 

1980

Der Arbeitsdienstbeschluss des vorigen Jahres wird mit großer Mehrheit von der Mitgliederversammlung wieder aufgehoben. Das Jahr ist nach Einschätzung des Sportwarts „eines der erfolgreichsten Jahre in der Sportgeschichte unseres Vereins.“ Herausragender Erfolg unter den zahlreichen vorderen Platzierungen der Turnierreiter ist die Kreismeisterschaft im Springreiten von Sabine Schaade.

 

1981

Der Verein hat den Tod seines Ausbilders Karl August Linshöft zu beklagen. Auszug aus der Trauerrede des 1. Vorsitzenden Edzard Schaper:

„Der Verein hat einen hoch qualifizierten Ausbilder verloren, einen Ausbilder von höchster Verlässlichkeit, der auch bei Schnee und Eis stets zur Stelle war, einen Ausbilder, der es verstand, auf Reiter und Pferd in liebenswürdigster Art rücksichtsvoll einzugehen. Vielen
von uns war Karl August Linshöft zum Freund geworden. Wir werden ihn, der in ganz ausgeprägter Weise eine verehrenswerte Persönlichkeit war, sehr vermissen.“

Endlich gelingt es, den Kreisstandarten-Wettkampf zu gewinnen. Olaf Hübner, Siegfried Kirchhoff, Helga Ritter und Michael Scheck erhalten dafür als Dank des Vereins eigens geschaffene Pokale.

 

1982

Kreismeisterin im Springreiten bei den Jungen Reitern wird Sabine Behrens; die Silbermedaille in der Mannschafts-Dressur erringen Michaela Aeuckens, Anja Höter, Franziska Sluytermann von Langeweyde und Susanne de Wit. Bei den Junioren holen sich Stephanie Bull, Susanne Heitmann, Martina Kurth und Thorsten Röhr die Bronzemedaille. Sabine Schaade reitet bei der Deutschen Meisterschaft im Springreiten mit. Der Verein feiert sein zehnjähriges Jubiläum. Auszug aus der Festrede des Vorsitzenden Edzard Schaper:

„Was aus dem heute vor zehn Jahren gegründeten Reit- und Fahrverein Kleckerwald geworden ist, kann sich sehen lassen.Der RFVK nimmt seine öffentliche Aufgabe, die ihm unser Staat durch die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit erteilt, sehr ernst. Der RFVK ist nicht und will nicht sein ein Klub von Reichen oder reich gewordenen, die sich nur zur Bewältigung ihrer Statusprobleme ein Pferd halten. Der RFVK ist nicht und will nicht sein ein Klub von undisziplinierten Herren- oder Damenreitern, die im Kleckerwald Jagd auf unschuldige Spaziergänger machen.Ganz
oben an in unserer Prioritätenliste steht die Jugendarbeit. Die Jugendlichen lernen in unserem Verein nicht nur korrektes Reiten und den liebevollen Umgang mit dem Pferd, sie lernen auch
Sozialverhalten, in dem sie begreifen, dass es in einer harmonischen Gemeinschaft darauf ankommt, die geschriebenen und ungeschriebenen Spielregeln einzuhalten. Ich bin sicher, dass sich viele unserer jungen Mitglieder später dankbar daran zurückerinnern werden, dass
sie bei sinnvoller Freizeitbeschäftigung unter der verständnisvollen Obhut der Familie Klenner und des Vereins eine schöne Jugendzeit erlebt haben.“

 

1983

Am 26. September verabschiedet eine außerordentliche Mitgliederversammlung die Neufassung der Vereinssatzung. Hauptzweck ist die Änderung des Vereinsnamens. Die Novellierung wird
gleichzeitig auch zur Korrektur der lücken- und fehlerhaften alten Satzung benutzt. Der Verein verfügt jetzt über eine Satzung, die nach Aussagen der Satzungsexperten der FN besser ist als deren Musterentwurf. Die Turnierleitung des Pfingstturniers, auf dem erstmals die Kreismeisterschaften im Springreiten ausgerichtet wurden, empfängt den offiziellen Dank und das ausdrückliche Lob des Kreisreiterverbands. Gerühmt wird nicht nur die exzellente Organisation, sondern auch die höchst angenehme Atmosphäre. Susanne Heitmann wird Kreismeisterin in der Dressur bei den Jungen Reitern. In der Mannschaftsdressur werden Michaela Aeuckens, Anja Höter, Doris Warncke und Sabine de Wit Kreisvizemeister.

 

1984

Bezirksmeisterin im Springen wird bei den Jungen Reitern Sabine Behrens; Kreismeisterin in der Dressur wird Susanne Heitmann; Kreismeister bei den Senioren im Springen wird Heinz Thissen.

Dem höchst aktiven Jugendwart Hark Aeuckens gelingt es sogar, die Jugendlichen zur Gestaltung zweier Weihnachtszeitungen zu motivieren, die großen Anklang finden.

 

1985

Gerhard Kapell, wird in das Amt des Kassenwarts, das er schon kommissarisch 1984 übernommen hatte, gewählt und übt es mit unvergleichlicher Gewissenhaftigkeit bis zu seiner 1992 erfolgenden Wahl zum 1. Vorsitzenden (und noch darüber hinaus) aus. Erstmals seit fünf Jahren steigen wieder die Einnahmen aus dem Reitbetrieb. Der Vorsitzende nennt die Namen von Brigitte Hopp und Erich Flügge als exemplarisch dafür, wie stark der Erfolg von der Person des
Ausbilders abhängt.

 

1986

Die Arbeitsdienstpflicht wird mit 13 gegen 10 Stimmen bei vielen Enthaltungen wieder eingeführt.

Das Pfingstturnier mit der Ausrichtung der Kreismeisterschaft im Springen erfährt wieder das ausdrückliche Lob und den besonderen Dank von Landeskommission und Kreisreiterverband. Die Springmannschaften erringen Siege in Winsen und Boberg.

 

1987

Das erste Voltigierturnier in der Geschichte des Vereins verläuft am 21. März zur vollsten Zufriedenheit der Teilnehmer, Richter und Ausbilder (Brigitte Hopp). Die weiteren Vereinsaktivitäten – Osterlehrgang, Heubodenball, Jugendlager, die von Herrn Flügge organisierten Ausritte, Reiterabzeichenprüfung, Herbstritt, Herbstturnier, Weihnachtsfeier,
Grünkohlpartie, Skatturnier, Faschingsreiten (insbesondere von Corinna Hofmann und Herrn Flügge exzellent gestaltet) sowie jeden Dienstag und Donnerstag Kommers im Casino – veranlassen den Vorsitzenden zur rhetorischen Frage an die Mitgliederversammlung,
welcher Reitverein vergleichbarer Größe wohl mehr auf die Beine stelle. Die Springmannschaft mit den Reitern Joachim Dohrmann, Anja und Orla Jasper, Sabine Schaade wird Kreismeister.

Die erstmals durchgeführte Reiterpass-Prüfung bestehen alle elf Teilnehmer.

 

1988

Die Erfolge im Wettkampfsport sind, so heißt es in den Akten, „ … nicht sehr zahlreich …  Wenn wir unsere Voltigierer nicht gehabt hätten, wäre die Trophäensammlung des BRVK ... nicht größer
geworden.“ Corinna Hofmann, die sich bleibenden Ruhm erworben hat für die Bereicherung der traditionellen Weihnachtsfeiern um die beritten gespielten Märchen, studiert die Weihnachtsgeschichte zu Pferde ein und erntet mit ihren Darstellern wieder Begeisterung.

 

1989

Reinhard König wird ohne Gegenstimmen zum Sportwart gewählt. Beklagt wird im Vorstandsbericht, dass die Zahl der Turnierreiter nicht mit der Zahl der Mitglieder mitgewachsen ist. Der BRVK wolle aber unverdrossen mit seinen Anstrengungen für eine gute Grundausbildung
fortfahren, die für den Breitensport so wichtig sei wie für den Leistungssport.

 

1990

In seinem Bericht vor der Mitgliederversammlung geht der Vorsitzende auch auf einen speziellen Aspekt des Vereinslebens ein. Im Protokoll heißt es:

„Das Casino des BRVK sei maßgeblich an dem guten Klima und dem Zusammenhalt, also dem Erfolg des Vereins beteiligt. Es sei gar nicht hoch genug einzuschätzen, welches Glück ein Verein habe, wenn zu seinen aktiven Personen zählten, wie der BRVK sie in seinen beiden Wirtinnen habe.Umso schlimmer sei es, wenn ihnen ihr segensreiches Wirken schwer gemacht werde, indem ihnen nicht selten bergeweise Abwasch hinterlassen werde, oder ihnen zugemutet werde, ewig auf die Begleichung von Schulden zu warten. Beide investierten nicht nur Zeit und Kraft
sondern auch Geldwertes, z.B. Benzinkosten etc. in ihre Arbeit, um ein möglichst gutes Ergebnis zu erzielen und die Preise niedrig zu halten. Umso bemerkenswerter sei der - er wolle es mal so bezeichnen - Schwund, d.h. nicht im Bonbuch Eingetragenes, oder die Tatsache, dass unbekümmert auch für Einzelpersonen die Heizung voll aufgedreht werde. Er könne hier nur
dringend warnen: Das könne auf Dauer nicht gut gehen. Irgendwann verliere dann auch ein Mensch, den er schon mal öffentlich als zu gut für diese Welt bezeichnet habe (Eingeweihte wüssten, dass Margrit Schaade gemeint sei), die Lust und schmeiße womöglich hin."
Das traditionelle, alle zwei Jahre stattfindende Pfingstturnier muss einmalig eine Woche früher als „Frühlingsturnier“ stattfinden, weil in Brietlingen am Pfingstwochenende die Bezirksmeisterschaften stattfinden. Die Springmannschaft mit den Reitern Joachim Dohrmann, Kerstin Kohlmus und Marianne Gohde wird Kreisvizemeister, die Springmannschaft
bestehend aus Claus-Heinrich Bohlmann, Peter Fries, Orla Jasper und Bernd Scheffler erreitet sich die Bronzemedaille.

 

1991

Auf die immer wiederkehrende Frage, ob die immense Arbeit und die hohen Kosten für die Ausrichtung von Turnieren überhaupt zu rechtfertigen seien, antwortet der 1. Vorsitzende auf der Mitgliederversammlung laut Protokoll mit den Hinweisen: „1. auf die satzungsmäßige
Verpflichtung zu leistungssportlichem Engagement, 2. auf die Rufpflege (und der Ruf unserer Turniere sei ein hervorragender!), 3. auf die gemeinschaftsstärkende Kraft der gemeinsamen Anstrengungen und nicht zuletzt auf die Erhaltung des Parcourbestands.“Dietrich Schaade, der auf seine ostelbischen Güter zurückgekehrt ist, wird zum Ehrenmitglied ernannt. Fünf Voltigier-Ausbilder unter der Leitung von Brigitte Hopp besuchen die Reitsportgemeinschaft im brandenburgischen Pritzwalk, den Heimatverein Dietrich Schaades, um Aufbauhilfe für die
Voltigierabteilung zu leisten.

 

1992

In seiner Schlussbilanz macht Edzard Schaper, der nach zwölf Amtsjahren nicht zu einer erneuten Wiederwahl zu überreden war, folgende Bemerkung zur allgemeinen Situation des Pferdesports:

„Längst ist die ländliche Reiterei nicht mehr das, was sie mal war, als Landwirtschaft, Militär und Polizei noch Pferde brauchten. Die Quote der ernsthaften Turnierreiter ist längst nicht so gestiegen wie die Mitgliederzahlen. So geht es nicht nur unserem Verein sondern so gut wie allen anderen auch. Die Reitsportbürokraten in Warendorf und Hannover aber kümmern sich so gut wie gar nicht um diese keineswegs immer schweigende Mehrheit, bieten den an der Basis arbeitenden Verantwortlichen kaum eine Hilfe. Für unsere engere Heimat könnte sich eine Entwicklung verstärken, in der Luhmühlen und Sieversen sowie einige professionelle und halb
professionelle Privatställe die alleinigen Träger des Leistungssports werden.“ Gerhard Kapell wird auf Vorschlag des Ausscheidenden ohne Gegenstimmen zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Aus Anlass der besonderen Zäsur in der Vereinsgeschichte werden Auszeichnungen verliehen: So erhält Otto Röhr, der – obwohl nicht Mitglied – den Verein von Kindesbeinen seines Sohnes an auf tatkräftigste und liebenswürdigste Weise unterstützt hat, das Silberne Vereinsabzeichen; die unermüdlichen Casino-Wirtinnen Margrit Schaade und Erne Schaper und der großzügige Mäzen Werner Künzer werden zu Ehrenmitgliedern, Edzard Schaper zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die Kreismeisterschaft im Mannschafts-Springen erringen auf eigenem Platz Joachim Dohrmann, Peter Fries, Orla Jasper und Franziska Sluyterman von Langeweyde.

 

1993

Die Kreismeisterschaft wird in Vaensen verteidigt von Anja und Orla Jasper, Carola Meyer-Herrmann und Bernd Scheffler. Auf den Dorffesten in Bendestorf ist der Verein wie stets mit einem Beitrag vertreten; dieses Mal hat Reinhard König eine Quadrille einstudiert, die viel Beifall erntet. Erstmals in der Vereinsgeschichte wird – und möge das nie wieder nötig sein! – ein Mitglied wegen grob vereinsschädigenden Verhaltens ausgeschlossen.

 

1994

Wiebke Weseloh, die 25 Jahre alte Kassenwartin des Vereins, verunglückt tödlich.. Im Kondolenzschreiben des Vorstands an die Familie heißt es unter anderem: „Ihre kompetente und engagierte Mitarbeit im Vorstand, ihr trotz ihrer Jugend überlegtes, kluges Handeln haben ihr sehr hohes Ansehen bei allen Mitgliedern verschafft. Wiebke hat sich um den Bendestorfer Reitverein verdient gemacht.“

 

1995

Bei den Bezirksmeisterschaften der Vielseitigkeitsreiter wird Inga Plate Vizemeisterin der Junioren, Claus-Heinrich Bohlmann wird Bezirks-Vizemeister im Springen. Der 1. Vorsitzende Gerhard Kapell, der „unwiderruflich zum letzten Mal" kandidiert und ohne Gegenstimmen wiedergewählt wird, berichtet der Mitgliederversammlung unter anderem Folgendes:

„Unser Verein ist wiederum etwas gewachsen, er zählte am 1. Januar 324 Mitglieder, davon sind 80% weiblich. Die jungen Mitglieder bis 21 Jahre machen 46% aus, davon sind fast 93% weiblich. Die Senioren von 22—50 Jahren stellen 41%, hiervon sind immerhin noch 62% weiblich. Erst bei den über 50jährigen (13%) sind die Männer mit 56% in der Überzahl. Wir liegen nun hinter Luhmühlen und Sieversen an dritter Stelle im Landkreis, aber an erster Stelle mit der Zahl der
jugendlichen Mitglieder. Dass unser Verein für Jugendliche so attraktiv ist, liegt einmal an der Qualität der Grundausbildung im Reiten und Voltigieren und sicher auch an den pädagogischen
Fähigkeiten unserer Übungsleiter, die es verstehen, die Kinder und Jugendlichen für den Pferdesport zu begeistern.“

 

1996

Beim Pfingstturnier werden 1200 Nennungen in 19 Prüfungen erfolgreich bewältigt.

Die Eigentümer der Reitanlage beschließen den Bau einer zweiten, großen Reithalle neben der alten Halle. Seit der Fertigstellung ist das Dauerproblem der Konkurrenz um Hallenzeiten zwischen Schulreitern und freien Reitern endgültig gelöst.

 

1997

Auf der Mitgliederversammlung macht der 1. Vorsitzende Gerhard Kapell unter anderem folgende Bemerkung:



"Es ist mir daher eine Ehre und Freude, Ihnen mitzuteilen, dass der Vorstand beschlossen hat, Paul Klenner das Goldene Abzeichen und Reinhard König das Silberne Abzeichen zu verleihen.“

Rechtzeitig zur Drucklegung dieser Festschrift werden Claus-Heinrich Bohlmann, Joachim Dohrmann, Orla Jasper und Bernd Scheffler Kreismeister im Mannschafts-Springen und Felix Stüvel belegt den 7. Platz bei der Landesmeisterschaft im Springreiten.

 

1998

Auf der Mitgliederversammlung findet ein „Generationenwechsel“ im Vorstand statt. Insgesamt sieben Vorstandsämter werden neu besetzt, darunter auch das Amt des ersten Vorsitzenden und des Sportwarts. Der bisherige erste Vorsitzende Gerhard Kapell geht nach 14 Jahren
Vorstandsarbeit in den wohlverdienten Ruhestand und wird von der Mitgliedschaft zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neuer erster Vorsitzender wird Volker Thiebach. Reinhard König hat sich als Sportwart neun Jahre lang mit Umsicht und großem Einsatz um die sportlichen Belange des Vereins gekümmert. Seine Nachfolge tritt Sabine Blöck an. Und noch eine „Ikone“ tritt ab: Erne Schaper, die über 20 Jahre mit großem Erfolg das Casino geleitet hat, übergibt ihre Aufgaben ebenfalls in jüngere Hände .Der „junge" Vorstand besteht seine erste  Bewährungsprobe: Die Organisation des Pfingstturniers 1998 erhält viel Lob und auch
sportliche Erfolge können verzeichnet werden. So belegt der BRVK den ersten und den dritten Platz bei der Kreismeisterschaft im Springreiten. Carmen Thissen, Christoph Blohme, Claus-Heinrich Bohlmann und Felix Stüvel gehören der siegreichen Mannschaft an. Den dritten Platz erringt das Team aus Sarah und Sina Möller, Inga Plate und Axel Beyer.

 

1999

Die Fahrergruppe hat viel auf die Beine bzw. Kutsche gestellt: u.a. Klönabende, Trainingstage, Abzeichenlehrgänge und ein Fahrturnier. An Letzterem gehen 50 Gespanne an den Start. Sportliche Erfolge - auch auswärts - verbuchen Fahrwart Hans Armbrecht und Friedrich
„Fritz" Lohse mit ihrer Kutsche.Aber auch die sonstigen Vereinsangebote können sich sehen lassen: Kinderfreizeit, Spring- und Dressurlehrgänge, Erste Hilfe Kurs, Fahrt zur Hengstparade, Skat- und Kniffelturnier, Grünkohlparty, Herbstturnier und Weihnachtsfeier werden veranstaltet. Der erste Vorsitzende Volker Thiebach berichtet: „Leider musste manches mangels Interesse wieder abgesagt werden - schade." Auch in den folgenden Jahren wird es immer schwerer werden, die Mitglieder für gemeinsame Veranstaltungen zu begeistern.

 

2000

Auf dem Reitertag im Herbst wird erstmals auch ein Vereinsmeister der Schulreiter ermittelt. Sieben Schulreiterinnen nehmen an den zwei Teilprüfungen teil (Einfacher Reiterwettbewerb und
Geschicklichkeitswettbewerb). Erste Vereinsmeisterin der Schulreiter wird Jana Göing auf Eigaa. Reitlehrerin Janny Gohde organisiert zudem ein Schulpferdeturnier, zu dem die Schulreiter aus dem Vaensener Verein eingeladen werden. 37 Reiter nehmen an insgesamt 7 Prüfungen teil. Das Interesse bei Freunden und Verwandten der Schulreiter ist riesig und die Stimmung über den ganzen Tag hinweg hervorragend.

 

2001

Die von Volker Thiebach geplante 3-jährige Amtszeit ist um. Der erste Vorsitzende möchte eine "Auszeit" nehmen. Da sich auf der Mitgliederversammlung kein Kandidat für den Posten des
ersten Vorsitzenden findet, wird ein Notvorstand einberufen. Die Situation ist ernst: Wird bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung, die acht Wochen später einberufen wird, kein
neuer erster Vorsitzender gefunden, muss der Verein aufgelöst werden. Im Zuge der Euroumstellung beschließen die Mitglieder eine Erhöhung der Jahresbeiträge: 80 € für Erwachsene und 40 € für die unter 18-Jährigen. Vor dem Termin der außerordentlichen Mitgliederversammlung verstirbt plötzlich und unerwartet der bisherige Fahrwart Hans Armbrecht.
Volker Thiebach führt die von Hans Armbrecht begonnene Vereinsgründung der Fahrer in Stelle fort und wird 1. Vorsitzender der neuen Fahrsport-Gruppe Elbe-Geest e.V. mit Sitz in Stelle.

Die außerordentliche Mitgliederversammlung beginnt mit einer Schweigeminute für Hans Armbrecht. Die Vereinsauflösung wird abgewendet: Ralf Schulz erklärt sich bereit, den 1. Vorsitz zu übernehmen und wird einstimmig gewählt. Die Homepage des Vereins www.brvk.de
geht im September online. Bis Ende des Jahres werden 650 Zugriffe registriert.

 

2002

Der Verein ist 25 Jahre alt und feiert im Rahmen des Pfingstturniers sein Jubiläum. Die Vorstandsarbeit scheint zu funktionieren, jedenfalls wird die professionelle Turnierorganisation von allen Seiten gelobt. Im Vorstand kommt es zu ernsthaften Meinungsverschiedenheiten, in deren Folge der Vorsitzende Ralf Schulz von seinem Amt zurücktritt. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wird Gunter Mohr als neuer Vorsitzender gewählt.Die Voltigierer können Erfreuliches berichten: Im April bestehen 16 Voltigierer die Prüfungen zum Basispass und/oder zum Deutschen Voltigierabzeichen Klasse IV oder III. Und im Juni gelingt der Bendestorfer D-Gruppe mit „Apollo“ der Aufstieg in die Klasse C. Seit sieben Jahren ist Marianne Gohde  - „Janny“ - als Reitlehrerin für den Verein tätig. 1995 übernimmt sie zunächst fünf
Schulstunden. In den folgenden Jahren führt sie Lehrgänge zum Erwerb des kleinen Hufeisens und später auch des Basispasses und des Reitabzeichens durch. Der von ihr ins Leben gerufene
Schulreiterwettkampf zwischen dem BRVK und dem Verein Buchholz-Vaensen findet jährlich statt. Außerdem organisiert sie u.a. Faschingsreiten und lädt im Sommer zu „Janny´s Rallye für
Reiter und Radfahrer“ ein. Mit gelungenen und liebevoll ausstaffierten Aufführungen bereichert Janny das Weihnachtsreiten und so manchen runden Geburtstag.

 

2003

Im August geht ein „emsiger Arbeiter" in Rente: Im Alter von 22 Jahren und nach neun Jahren Schulbetrieb erhält der Schimmel „Gustav" sein Gnadenbrot. Viele Anfänger haben auf ihm das
Reiten erlernt und schätzten den Fleiß des ehemaligen M-Springpferdes. Auf dem Hof der Familie Rißmann bei Sittensen genießt Gustav zusammen mit drei anderen Pferden nun das
Weidedasein. Kreismeisterin im Dressurreiten bei den Junioren wird BRVK-Mitglied Stefanie Hofmann mit One and Only. Im Rahmen des Herbstturniers wird Paul Klenner für seine zwanzigjährige Vereinsarbeit als zweiter Vorsitzender geehrt. Großer Beliebtheit erfreut sich der Springunterricht von Helmut Mill. Seit sieben Jahren nutzen Mitglieder am Donnerstagabend diese
Trainingsmöglichkeit. 25 Reiter sind es derzeit. So kommen die letzten Teams manchmal erst nach 22 Uhr an die Reihe. Dann steht auch schon Paul Klenner in der Tür, der normalerweise um diese Zeit den Stall abschließt. Aber auch er freut sich an den eifrigen Springern - zu ändern wäre sowieso nichts. Denn Helmut Mills Grundsätze lauten: “Jeder bekommt die Zeit, die er braucht. Und dabei gucke ich nicht auf die Uhr!“ Statt dessen zählt er laut die Sprünge mit, wippt beim Springen seiner Schützlinge in den Knien mit und spart neben der notwendigen Kritik auch nicht mit Lob. Kein Wunder, dass sein Unterricht so beliebt ist!

 

2004

Es ist das Jahr der feierlichen Ehrungen. Nach 28-jähriger Vereinsarbeit als Stellvertretender Vorsitzender beendet Paul Klenner aus Altersgründen seine Mitarbeit im Vorstand. Auf der
Mitgliederversammlung ehrt Almut Eutin, Vorsitzende des Kreissportbund Harburg-Land, Paul Klenner mit einer Ansprache und überreicht ihm die Verleihungsurkunde sowie die silbernen Ehrennadel des Landessportbunds. Die Mitglieder erheben sich zu einem langem Applaus, mit dem sie „ihrem Ehrenmitglied Paul“ für seinen langen und unermüdlichen Einsatz im Bendestorfer Reitverein danken. Als neue Stellvertretende Vorsitzende wird Donja Hinrichs gewählt. Die
langjährigen Ausbilder Brigitte Hopp/Voltigieren und Reinhard König/Reitunterricht werden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die offizielle Ehrung findet anläßlich des Pfingstturniers statt. In
einer mit Blumen geschmückten Friesen-Kutsche drehen Brigitte und Reinhard schwungvolle Ehrenrunden zwischen den Hindernissen, bevor sie feierlich ihre Urkunde überreicht bekommen.

Sportwartin Conny Fiedler organisiert einen Springlehrgang beim Olympiareiter Andreas Dibowski.  Zwanzig BRVK-Mitglieder nehmen teil und sind so begeistert, dass sie gleich einen zweiten Lehrgangtermin fürs nächste Jahr abmachen. Sabine Stürmer absolviert im April einen
Lehrgang als Berittführerin und nimmt seitdem auf Wunsch Schulreiter auf ihren Ausritten mit.

 

2005

Der Voltigierausbilder-„Nachwuchs“ macht sich. Meike König, Tanja Röhrs und Regina Tischer unterstützen Brigitte Hopp seit über einem Jahr. Meike und Tanja schließen erfolgreich ihre Ausbildung zum Trainer C ab. Mit 14 Voltis und den Pferden „Padira“ und „Apollo“ nehmen sie am Volti-Camp in Hohenhameln teil. Ein Arbeitsdienst „Reitwege im Gelände“ wird durchgeführt, aber
leider ist es mit Freischneiden nicht getan. Einige Reitwege sind kaum bereitbar, da zu tief und nass. Auf Initiative von Sabine Stürmer finden Treffen mit der Gemeinde, dem Forstamt und
Wegebaufirmen statt, um mögliche Maßnahmen und Kosten zu besprechen. Unebene Wege werden mittels Radlader verbreitert und glattgezogen. Ein neuer Weg wird angelegt und im Mai feierlich eingeweiht.

 

2006

Die Suche nach einem neuen Voltigierpferd ist endlich erfolgreich: Der hübsche dunkelbraune Fares ist 10 Jahre alt, 173 cm groß und eignet sich damit sehr gut für die jugendlichen Voltis.

Beim Pfingstturnier sind über 85 Helfer im Einsatz - der "harte Kern" wie immer über vier volle Tage. Die Bendestorfer Reiter freuen sich über viele Erfolge: Janou Meyer wird mit Redwood
Kreismeisterin im Springen LK 6, Donja Hinrichs mit Calido Ass und Franziska Hunck erringen Silber in der LK 4 und 3. Regina Wittlinger freut sich riesig über ihre beiden zweiten Plätze mit Gershwin in der Dressurreiterprüfung und Stilspringprüfung Kl. A. Dass es das letzte BRVK-Pfingstturnier sein wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand.

 

2007

Im Februar findet ein Gelassenheits-Kurs mit abschließender Prüfung statt. 19 Pferde, darunter auch die Schulpferde, zeigen, dass sie sich von plötzlich aufsteigenden Luftballons, aufploppenden Regenschirmen, Flatterbändern u. ä. nicht schrecken lassen.Zur Grünkohl-Party kommen 128 Vereinsmitglieder und Gäste – das ist Rekord.Als die Vorbereitungen zum Herbstturnier bereits in vollem Gange sind, trifft ein Aushang der Familie Kröger die Mitgliedschaft schwer. 28.08.2007: Per Aushang am Schwarzen Brett kündigt Familie Kröger überraschend dem BRVK. Auch das Herbstturnier darf nicht mehr stattfinden. Bis zum Jahresende muss eine neue Bleibe gefunden werden. Ein schwieriges Unterfangen, denn nicht nur 7 Boxen, sondern
auch feste Hallenstunden für Reit- und Voltigierunterricht werden benötigt. Über 20 Ställe in der näheren Umgebung werden sondiert. Der Reit- und Fahrverein Nordheide zeigt sich solidarisch und bietet seine Hilfe an. Nach mehreren Treffen beider Vorstände zeichnet sich ab, dass auf der Reitanlage in Jesteburg beide Vereine zusammen ein sehr attraktives Angebot im Reit- und Voltigierunterricht anbieten können. Freie Boxen mit Außenfenster sowie eine eigene Weide für die Bendestorfer Schulpferde sind vorhanden. Bei den außerordentlichen Mitgliederversammlungen stimmen beide Vereine für den Umzug Ende Dezember geht dieser über die Bühne: Die Schulpferde werden nach Jesteburg geritten und das Vereinsmaterial
mit LKWs zum neuen Domizil gebracht.

 

2008

folgt

2009

folgt

2010

folgt

2011

folgt

2012

folgt

 

Autoren

Jahre 1972-1997 Ehrenvorsitzender Karl Edzard Schaper

Jahre 1998-2005 Pressewartin Sabine Stürmer

Jahre 2006-2012 2. Vorsitzender Nils Meschkat